Probiert´s mal ohne Gemütlichkeit!
Ein Präsentationsmöbel (Arena) wird in variierenden Raumkontexten eingesetzt. Unterschiedliche Sitzoberflächen erzeugen mehr oder weniger Gemütlichkeit, was die Verweildauer gezielt beeinflusst; für eine konzentrierte Nutzung darf durch die Polsterung nach etwa 15 Minuten der Wunsch zum Weitergehen entstehen.
- Beobachtet, wie sich Materialien, Polsterungen und Platzierungen auf die Aufenthaltsdauer und -qualität von Schüler*innen auswirken. Achtet besonders auf die Wirkung von Gemütlichkeit und Unbehaglichkeit – wie verändert sich das Verhalten nach 15 Minuten? Probiert verschiedene Sitzoberflächen und Anordnungen aus.
>>Ihr bekommt durch das Experimentieren mit der Raumstruktur ein praxisnahes Verständnis dafür, was in der eigenen Umgebung funktioniert. So können bedarfsorientierte Entscheidungen getroffen werden, die echte Nutzungsweisen berücksichtigen – und nicht auf Annahmen basieren.
→ Entwickelt gemeinsam mit eurem multiprofessionellen Team mutige Provisorien – nichts muss perfekt sein. Ziel ist es, Varianten zu testen, Erfahrungen zu sammeln und Gestaltungsentscheidungen bewusst vorzubereiten.
Erstellt eine Canva-Präsentation oder ein Moodboard mit Fotos und Zitaten euer Nutzer*innen und Gestaltungsvarationen.
Wo stell ich’s hin?
Ein Präsentationsmöbel („Arena“) wird in unterschiedlichen Raumkontexten erprobt. Je nach Position im Raum entstehen Wechselwirkungen mit benachbarten Zonen, die die Einbindung und Gesamtwirkung beeinflussen. Für eine konzentrierte Nutzung braucht es ein ausgewogenes Verhältnis von Sichtbarkeit und Abgeschiedenheit.
- Beobachtet, wie sich die Position und Ausrichtung des Präsentationsmöbels („Arena“) auf seine Nutzung auswirken. Achtet darauf, wie Sichtbarkeit und Abgeschiedenheit zusammenspielen – wird der Ort eher gemieden, belebt oder nur kurz genutzt? Testet verschiedene Standorte im Raum und dokumentiert, wie sich die Raumwirkung und Einbindung in das Gesamtgefüge verändern.
- >>Ihr bekommt durch das Experimentieren mit der Raumstruktur ein praxisnahes Verständnis dafür, was in der eigenen Umgebung funktioniert. So können bedarfsorientierte Entscheidungen getroffen werden, die echte Nutzungsweisen berücksichtigen – und nicht auf Annahmen basieren.
→ Entwickelt gemeinsam mit eurem multiprofessionellen Team mutige Provisorien – nichts muss perfekt sein. Ziel ist es, Varianten zu testen, Erfahrungen zu sammeln und Gestaltungsentscheidungen bewusst vorzubereiten.
Erstellt eine Canva-Präsentation oder ein Moodboard mit Fotos und Zitaten euer Nutzer*innen und Gestaltungsvarationen.
Aktionskarten Erprobung
Inputs zu verschiedenen Zeitpunkten
„Timing ist alles – auch beim Klugscheißen“
Situationsbeschreibung: Lernprozesse verlaufen nicht linear. Kurze Inputs, Diskussionen oder Impulse wirken je nach Zeitpunkt innerhalb des Stundenplans unterschiedlich.
Lage: Feste Zeitfenster prägen den Schulalltag und beeinflussen Konzentration und Energie. Auch die Länge spielt eine Rolle – kurze Sequenzen von maximal 20 Minuten werden erfahrungsgemäß am besten aufgenommen.
Aufgabe: Erprobt Inputs zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in variierender Länge. Beobachtet, wann Impulse am wirksamsten sind und wann sie kaum aufgenommen werden. Notiert Unterschiede und entwickelt Hinweise für eine flexiblere Rhythmisierung.
Belohnung: Ihr gewinnt ein besseres Gespür dafür, wann und wie Inputs am wirksamsten sind. Dadurch lassen sich Lernphasen dynamischer rhythmisieren und die Aufmerksamkeit der Schüler*innen gezielt steigern.
Gesprächssituationen im Café
Kaffeehauskultur trifft Kompartment“
Situationsbeschreibung: Gespräche im Café haben eine besondere Dynamik – locker, lebendig und mit wechselnden Gesprächsgruppen.
Lage: Kompartments bieten dafür vielfältige Flächen, die sich flexibel nutzen und gestalten lassen. Unterschiedliche Anordnungen beeinflussen Gesprächsatmosphäre und Beteiligung.
Aufgabe: Baut Gesprächssituationen nach, wie ihr sie aus Cafés kennt. Nutzt die gesamte Fläche des Kompartments, probiert verschiedene Sitzordnungen und dokumentiert, wie sich Gesprächsqualität und Aktivität verändern.
Belohnung: Ihr erfahrt, welche Anordnungen Gespräche fördern und Beteiligung erleichtern. So entsteht eine lebendigere Diskussionskultur, die auch in Fachunterricht und Beratungssituationen übertragen werden kann.
Räume regelmäßig neu umstellen
„Neue Möbel, neue Köpfe“
Situationsbeschreibung: Räume wirken stark durch ihre Anordnung und können zu Routinen führen, die Entwicklung begrenzen.
Lage: Ein bewusstes Umstellen eröffnet neue Perspektiven für Lernende und Lehrende. Wiederkehrende Veränderungen halten Räume lebendig und regen Kreativität an.
Aufgabe: Trefft euch regelmäßig zum gemeinsamen Umstellen. Schafft neue Raumkonstellationen und notiert, welche Varianten von a) Kolleginnen und b) Schülerinnen besonders konstruktiv genutzt werden.
Belohnung: Ihr erlebt, wie neue Raumkonstellationen frische Energie in Lern- und Arbeitsprozesse bringen. Die gemeinsame Umgestaltung stärkt zudem Teamgeist und Flexibilität bei Schülerinnen und Kolleginnen.
Inspiration von außen
„Architektour statt Architektur“
Situationsbeschreibung: Gute Ideen entstehen oft durch Eindrücke aus anderen Lern- und Arbeitswelten.
Lage: Schulen, Unternehmen, Bibliotheken oder Cafés zeigen vielfältige Lösungen für Raumgestaltung, die auf die eigene Schule übertragbar sind.
Aufgabe: Besucht externe Orte und sammelt Eindrücke. Dokumentiert, was euch inspiriert hat, und überlegt, wie ihr diese Ideen provisorisch oder dauerhaft im eigenen Bestand erproben könnt.
Belohnung: Ihr erweitert euren Blick für Raumgestaltung und bringt erprobte Ideen von außen in die eigene Schule. Das spart Zeit, vermeidet Umwege und stärkt die Qualität eurer Lernräume nachhaltig.
Nutzungshäufigkeit analysieren
„Hot Spots und tote Ecken“
Situationsbeschreibung: Manche Bereiche werden stark frequentiert, andere bleiben kaum genutzt. Diese Unterschiede machen Potenziale und Schwächen sichtbar.
Lage: Häufigkeit und Intensität der Nutzung geben Hinweise auf Attraktivität, Funktionalität und mögliche Barrieren.
Aufgabe: Erstellt ein Ranking der am häufigsten genutzten Raumstationen oder Bereiche. Leitet daraus ab, wo ihr durch Anpassungen bei Möbeln oder in der Lehr-Lernkultur nachsteuern könnt.
Belohnung: Ihr gewinnt Klarheit darüber, welche Räume tatsächlich tragen und welche angepasst werden müssen. Dadurch werden Entscheidungen fundierter, Ressourcen effizienter genutzt und die Lehr-Lernkultur gezielt weiterentwickelt.
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